Nationalfeiertag im Kosovo
Das österreichische Bundesheer-Kontingent hat zu einem Festakt in das Camp Film City in Pristina eingeladen, um den Nationalfeiertag im internationalen Rahmen gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten von KFOR zu feiern. Derzeit beteiligen sich 28 Staaten mit einer unterschiedlichen Anzahl von Soldaten an dieser Friedensmission im Kosovo, dem jüngsten Staat am Westbalkan. Seit 1999 sind österreichische Soldaten ein fester Bestandteil der Mission. Sie stehen unabhängig von ihrem Dienstort in einem besonderen Treueverhältnis zur Republik Österreich.
Friedenseinsätze haben im Bundesheer eine lange Tradition
Seit 1960 beteiligt sich die Republik Österreich mit seinen Streitkräften und Katastrophenhilfeeinheiten weltweit an internationalen friedenserhaltenden Einsätzen und an humanitären Einsätzen. Bei Auslandseinsätzen kommt der feierlichen Begehung des österreichischen Nationalfeiertages zur Förderung der Heimatverbundenheit und der Kameradschaftspflege eine besondere Bedeutung zu. Österreich hat seine militärische Neutralität den Erfordernissen der Zeit entsprechend, politisch ständig weiterentwickelt, und sich dadurch einen Platz als voll integriertes Mitglied und zuverlässiger Partner in der internationalen Gemeinschaft erworben.
Internationale Wertschätzung
Die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, an der Spitze der österreichische Botschafter im Kosovo, Christoph Weidinger, und der Kommandant aller bei KFOR eingesetzten Truppen, der ungarische Generalmajor Ferenc Kajari, unterstrich einmal mehr das hohe internationale Ansehen der österreichischen Soldaten für ihren Dienst bei KFOR, zur Erhaltung der Freiheit und Sicherheit für alle Volksgruppen im Kosovo. In seiner Ansprache würdigte Generalmajor Kajari die Rolle Österreichs als größter Truppensteller der Nicht-NATO-Mitgliedsstaaten im Kosovo sowie die Verlässlichkeit und Professionalität der Österreicher.
Neutralität als Eckpfeiler für Frieden und Freiheit
KFOR-Kommandant Ferenc Kajari in seiner Rede zum Verständnis von Neutralität: "Das Element der Neutralität ist in der Identität Österreichs verankert, da es ein wesentlicher Bestandteil der Bundesverfassung des Landes und des Völkerrechts ist. Wir bei KFOR verstehen, dass Neutralität ein Eckpfeiler für Frieden und Freiheit ist. Unsere Pflicht verlangt von uns, ein neutraler Akteur in dieser Region zu sein und dieser Rolle verpflichtet zu bleiben."
Österreichische Identität im europäischen Bewusstsein leben
Der österreichische Kontingentskommandant, Oberst Siegfried Markus Skudnigg, wandte sich in seiner Ansprache an die Ehrengäste, an die Soldatinnen und Soldaten mit folgenden Gedanken: "Heute ist ein Tag zum Feiern. Wir können stolz sein auf Österreich. Sie alle können stolz darauf sein, einen persönlichen Beitrag für die Zukunft des Kosovo und damit auch für ein friedliches und sicheres Europa zu leisten. Meine Zielsetzung, die ich Ihnen allen mitgeben möchte in dieser Zeit: Achten wir auf unsere österreichische Identität, eingebettet in einem europäischen Bewusstsein!"